Reviews
KASMODIAH

Deine Lakaien


Pressestimmen:


Die Zeit des Wartens hat ein Ende! Das neue Album "Kasmodiah" des Ausnahmemusikers Ernst Horn und des Stimmwunders Alexander Veljanov alias Deine Lakaien wird Mitte April in den Läden stehen. Nachdem sich beide Musiker in der Vergangenheit verstärkt auf ihren Solopfaden bewegten, trafen sie jetzt wieder zusammen, erstmals von den beiden brillanten, langjährigen Livemusikern Michael Popp und Christian Komorowski auch im Studio unterstützt, um ihr bisher bestes Album einzuspielen. "Kasmodiah" ist zwar ein typisches Lakaien Album, beschränkt sich aber nicht darauf, nur im eigenen, schon veröffentlichten Material herum zu dümpeln. Vielmehr ist wieder jeder einzelne Song eine wahre Ohrenweide, was die Liebe zum noch so kleinen Detail in den einzelnen Liedern anbelangt. Doch versuchen wir, näher darauf einzugehen: da waren zum Einen die schönen, doch aber stellenweise völlig verquerten Melodien, die wilden Drumbeats und die Percussions, die sich aus allen möglichen Geräuschen rekrutieren, die verspielten und schrägen Tonspielereien Ernsts und die alles ergänzende Stimme Alexanders. Und alles zusammen ergibt das, was Deine Lakaien ausmacht: tiefgründige, treibende, fließende, wehmütige synthetische Musik, die aber keinesfalls kalt oder steril klingt; und das liegt nicht nur an der genialen, warmen, lasziven Stimme Alexanders. Auf "Kasmodiah" übertrumpfen die vier Musiker alles, was sie an bisherigem musikalischen Output hatten, die Klangkonstruktionen und das Horn'sche Klanggewitter sind noch ausgereifter und ausgefeilter, als auf ihren bisherigen Alben. Ich würde das gerne noch weiter ausführen, allein mir fehlen die Worte! Doch ein weiterer Punkt ist: "Kasmodiah" ist, oberflächlich betrachtet, schon ein verdammt gutes Album - wer es als solches Hören will, gut. Doch wer tiefer in die Lakaiensongs eintaucht, wird feststellen, das das neue Album ein unheimlich anspruchsvolles Album ist, das seine wahren Qualitäten erst bei mehrmaligem Anhören offenbart. Ach ja, da war doch noch etwas: den Weg zu den CD Händlern müßte bis dato die Vorauskopplung "Return" schon geschafft haben. Die MCD enthält neben zwei Remixen (Radio Version und Club Version) des Titelstücks, das in einer anderen Version auch auf dem Album enthalten sein wird, eine Liveaufnahme des Kultsongs "My Decision" von der Dark Star Tour 1992 und den Nonalbumtrack "Indigo Man 1", zu dem ich leider nichts sagen kann, da er auf dem mir vorliegenden Promoexemplar leider nicht enthalten ist. Deine Lakaien beweisen einmal mehr sowohl mit der Rückkehrhymne "Return" in Form der MCD, als auch mit ihrem Album "Kasmodiah", daß sie nicht umsonst eine der wichtigsten deutschen Undergroundbands schlechthin sind
(Stefan Walther, Orkus 4/99) 


Eine Lakaien Platte kann gar nicht enttäuschen, selbst wenn man die ganze Elektronik rausschmeißt, wie beim Akustikalbum. Es bleibt immer noch der typische Ernst Horn Vibe und der wohlige Schauer der Stimme Alexander Veljanovs. Kasmodiah ist Bestätigung und Überraschung zugleich. Insgesamt erinnert sie uns an das generelle Gefühl, welches die Dark Star verbreitete. Schöne Melodien, getragene Stimme und diese schwebende 80er Elektronik, die trotzdem modern klingt. Kasmodiah ist dabei aber auch so abwechslungsreich wie die Winter Fish Testosterone. Merklich wird das bei den verschiedenen Tempi und Rhythmen und im Einbezug ihrer Livemusiker, die man nun endlich mit ins Studio nahm. So finden sich in fast jedem Song Instrumente, die Ernst Horns Elektronik noch komplementieren, seien es Geigen oder E-Gitarren.. Der Hit überhaupt ist aber der erste Deine Lakaien Song, der auf Deutsch gesungen wurde. Gleichzeitig ist er der härteste der Platte. "Lass mich" ist mit seiner Retro-DAF-Ästhetik ironischer Kommentar und Hommage zugleich. Den hier nicht verratenen schlitzohrigen Refrain wird man wohl noch oft hören! Wieder mal ein Song mit dem die Lakaien ihr Publikum überraschen und gegen ihr Image auftreten. Unvergleichlich schön, und wie immer ist jedes Lied eine Perle für sich. Die Single "Return" gibt's als Digipack und das Album kommt Mitte April, dann übrigens noch in einer limitierten Ausgabe mit Extrastück.
(Bodystyler 4/99)


...Selten hat man die Band so intensiv an emotionaler Tiefe, so ausgereift in fast hymnenhaften Kompositionen und so stimmig in der Gesamtatmosphäre eines Albums erleben dürfen. Wenn auf früheren Deine Lakaien-Veröffentlichungen mal gelegentlich so typisch melancholisch angehauchte Ohrwürmer wie "Away", "Love me to the End", "Lonely", oder "Follow me" als Highlights auszumachen waren, verfügt "Kasmodiah" gleich über eine Vielzahl absoluter Wave-Pop-Perlen, die schon beim ersten Hören zu begeistern verstehen: der fast ambiente, nur leicht rhythmische Titeltrack, die mit einem unwiderstehlichen Refrain ausgestattete Vorab-Single "Return", die Piano-Ballade "The Game", das zunächst, das zunächst düster-monton stampfende, dann aber mit hypnotischem Refrain einnehmende "Into My Arms", das verstärkt akustisch instrumentierte "Sometimes" und der von unaufdringlichen Synthis, Streichern und Akustikgitarre getragene Schlußsong "Try". Allerding sind mit "Lass mich" auch ein aus dem Rahmen fallendes, augenzwinkerndes, hart-rhythmisches Stück und mit der 80er-Jahre-Hommage "Kiss the Future" und "Fight" zwei äußerst tanzbare Tracks vertreten. Mit diesem Album werden Deine Lakaien endlich den Erfolg haben, den sie schon lange verdient haben. Glückwunsch! - ALBUM DES MONATS!
(Dirk Hoffmann, ZILLO 4/99)


...Nach den beiden vorausgegangenen, stark experimentell gehaltenen Alben liegt hier ein äußerst tanzbares Werk vor, das Dich ob seiner atmosphärischen Dichte und der wiederum wunderbar dunkelwarmen Stimme Alexander Veljanovs einfach umhaut, fesselt, nicht mehr losläßt. "Kiss the Future", "Overpaid" und "My Shadows" tanzen Dich ins nächste Jahrtausend, "Return", "Into my Arms" und "Venus Man" sind herrliche MidtempoSongs, die Melancholie mit dem Willen verbinden, diese zu durchbrechen. Die glanzvollen Balladen "Sometimes", "Fight", "Try" und der Titeltrack geben dem Album einen träumerischen Ausklang, einzig unterbrochen vom AusnahmeSong "Lass mich"..., der außergewöhnlich anders und extrem tanzbar der erste deutschgesungene Text ist. "Kasmodiah" wird eines der wichtigsten Veröffentlichungen dieses Jahres sein und ein Jahr, ein Jahrzehnt, ein Jahrhundert, unser Jahrtausend würdevoll beenden.
(Martin Sprissler, Gothic 3/99)


DEINE LAKAIEN bauen felsenfest auf ihren altbewährten Sound. Erfreulicherweise haben sie es nicht nötig, sich an irgendwelche kommerziellen Modetrends der Musikbranche anzubiedern, nur um weiter im Geschäft zu bleiben. Der Opener, das schon vorab ausgekoppelte "Return", ist eine dieser urtypischen, unwiderstehlichen DEINE LAKAIEN Balladen. Ein Stück, das weitaus zielsicherer ins Herz trifft, als eine satellitengesteuerte Cruise Missile. Geraume Zeit mußten DEINE LAKAIEN Süchtige warten, doch mit "Kasmodiah" ist die hundertprozentige Rückfälligkeit verbrieft. "Kiss The Future" gibt dem Geiger Komo seinen Auftritt, "My Shadows" steigert den Spannungsbogen mit Kompaktheit zum ersten Höhepunkt. "Into My Arms" erlaubt eine erste Verschnaufpause und bildet gleichzeitig dem Programmierer Ernst Horn die Plattform für ein Exposé seiner neusten Klangkreationen. Viel Neues ist nämlich letzten Endes in soundtechnischer Hinsicht auf "Kasmodiah" nicht zu finden. "The Venus Man" ist so ein Stück, das trotz bekannter Klangform doch wieder ganz neue Möglichkeiten aufzeigt, wie man reizvolle und kreative Popmusik schaffen und umsetzen kann - denn ohne die Virtuosität der vier Bandmitglieder, vordergündig der einfühlsamen Stimme von Alexander Veljanov, würde den bizarr schönen Arrangements der Lebenshauch fehlen. "Overpaid" läßt ein vertrautes Muster ganz anderer Art ertönen: Die Band kann auch einen straighten Rock'n'Roll Song in ihrem charakteristischen Klangmantel interpretieren. Man ahnt, was jetzt kommt. Auch auf diesem Album fehlt nicht jener Teil, wo Ernst Horn ausflippt, wie ein Irrer in die Tasten und Regler greift und mit einem kakophonischen Gewitter den Punk rausläßt. "Lass Mich" gebärdet sich als grobe Hommage an die Dumpfbacken der Post-Einstürzende Neubauten Electrotrash Stampfclub Generation der Spät 90er. Eine nette, zwischenmenschliche Beziehungen fördernde Geste, damit "Kasmodiah" sowohl für die Macho Jungs in der Disco einsetzbar, als auch mit den vielen sentimentalen Stücken für die Mädchen und die Softboys zuhause zu genießen ist - dieses genial vereinigende Splitting war ja schon immer ein Charakteristikum der Gruppe. Und immer wieder, wie bei "The Game", fällt auf, wie sehr hier trotzdem gegen die stereotype Struktur des konventionellen Popsongs gearbeitet wird. Komponist Ernst Horn und Sänger Alexander Veljanov ergänzen sich perfekt in ihrer Ambition, klassische Lieder zu produzieren. So gibt sich Ernst Horn mit seinem bekannten Faible für Franz Schubert nicht nur als Ikone für die moderne Renaissance des Chansons, sondern auch für dessen radikale, rebellische Erneuerung. DEINE LAKAIEN sind die intellektuelle Seele des elektronischen Wave-Pop.
(www.Glasnost.com, Olivier Köble 4/99)


The German living legend, Deine Lakaien return out of the blue with a new album entitled "Kasmodiah" on Sony/Columbia. If the latest album "Winter Fish Testosterone" was much more experimental and risky, this new opus is a pure return to the source for Deine Lakaien. They packed all their strongest assets in their little bag, locked themselves in their studio and wrote us their best album ever! Take "Dark Star", "Reincarnation" or yet "Love Me To The End" altogether, and you won't even equal the quality of this new album! This is a killer album featuring Alexander Veljanov at the top of his form, with his typical and so characteristic moving vocals, his unique way of expressing his lyrics... You can't imagine how quickly you start singing along with him, so much these new songs are catchy and tuneful! "Kiss The Future", "Overpaid", the slow-motion "Sometimes" or yet the wonderful top hit "Return". Ernst Horn managed once again to compose the perfect tunes for Alexander's emotions and both elements immediately enter in perfect symbiosis... It's so extraordinary, so wonderful!!! Ernst Horn still mix dark electronics with classical parts and piano lines together with some more danceable rhythm structures. Besides the more upbeat and weirdest "Lass Mich", it looks like he did his best to avoid too extreme experimentations on this new cd and probably preferred keeping them for his solo-project where he gives himself no single limit. "Kasmodiah" is so beautiful and grandiose that it is nothing but another Deine Lakaien album that deserves another acoustic tour!!! It's not tomorrow that our Bavarian lords will be dethroned... (TSF:9) TSF.
(SideLine Magazine (B) 4/99)